Pfarreiengemeinschaft Aresing - Weilach

Rückblick auf das XXXV. Beinberger Gespräch

beinberger gespraech 11 11 2017 rueckblick Von links: Robert Gasteiger an der Zither, der Referent Prof. Dr. Wilhelm Liebhart, Moderator Thomas Schwehr und Wallfahrtsrektor Michael Menzinger

Maria Beinberg. Im Jubiläumsjahr zum 150. Geburtstag des Ludwig Thoma wurde von Professor Doktor Wilhelm Liebhart dessen Lebens gedacht. Außerdem setzte sich der Referent des 35. Beinberger Gesprächs kritisch mit dem Wirken Ludwig Thomas und seinen Werken auseinander.

Musikalisch untermalte Robert Gasteiger (48; Stadt- und Kreisrat aus Dachau) auf der Zither zunächst die heilige Messe und anschließend das Beinberger Gespräch mit passenden Stücken aus der Zeit Ludwig Thomas. Bühnenreif und gekonnt trug er auch aus Thomas Werk "Jozef Filsers Briefwexel" in dessen bayerischen Kunstdialekt vor.
Ludwig Thoma wurde 1867 in Oberammergau geboren und kam in der Zeit von 1893 bis 1899 als Rechtsanwalt nach Dachau. Danach war er in München als Anwalt tätig. 1899 wurde er Mitarbeiter des "Simplicissimus", einer bekannten satirischen Wochenzeitschrift, später auch bei der Zeitschrift "März".
Nach seiner Zeit in München lebte Thoma in Rottach-Egern und starb dort im Alter von 54 Jahren.

Im Weiteren legte Professor Liebhart Thomas großen Verdienst dar, als erster Schriftsteller den bayerischen Bauernstand wie er leibt und lebt in seiner Dramatik literarisch gefasst zu haben. Liebhart wörtlich: "Da kann Ludwig Thoma durchaus mit Theodor Fontane mithalten."
Unverbraucht und frisch seien die Bauernromane "Andreas Vöst" oder "der Ruepp". Um "die Stimmung am Ende nicht zu trüben", begann der Referent seinen Vortrag mit den letzten drei Jahren Ludwig Thomas, in denen dieser anonym offenkundig antisemitische Beiträge veröffentlichte.

Professor Liebhart legt Wert darauf, Ludwig Thoma nicht nur an der dunklen Seite seiner Biographie zu messen, sondern für die Beurteilung von Thomas literarischem Werk die Lausbubengeschichten zu lesen, die Romane und Kurzgeschichten und auch Gedichte wie die "Heilige Nacht". Schnell würde der Leser erkennen, mit welcher Treffsicherheit Thoma zeitgenössische Ereignisse beschrieben hat.

Rückblick auf das XXXI. Beinberger Gespräch

Rechtssicherheit durch Notar

Notar Straßer war beim Beinberger Gespräch

Notar Dr. Manuel Straßer

Maria Beinberg. Das 31. Beinberger Gespräch mit dem Augsburger Notar Dr. Manuel Straßer bewegte 35 Interessierte ins Wallfahrtsstüberl.

Notar Straßer zeigte vorbeugend gegen Erbschaftskonflikte auf, welche Vorsorgemaßnahmen möglich sind.

Hierbei sprach er zunächst die Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen für den Fall von Geschäftsunfähigkeit, dann die Patientenverfügung und zu guter letzt das Testament für den Todesfall an. Rechtssicherheit für diese Fälle gibt der Notar mit der Beurkundung des jeweiligen Testats. Testament, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht werden in der Notariatskammer hinterlegt und sind dadurch für den Ernstfall zentral greifbar.

Notar Straßer machte darauf aufmerksam, dass in selbstgeschriebenen Testamenten oft rechtliche Begriffe falsch verwendet werden und damit Unklarheiten im Testament entstehen. Ebenso seien selbstgeschriebene Testamente oft unvollständig, was z. B. die Abwicklung gewisser Vertragsangelegenheiten oder das Erbe von aktuellen Anschaffungen betreffe.

Besonderes Interesse bei den Zuhörern fand die Regelung des Pflichtteils bei Erbschaften. Auch sei der Freibetrag bei einer Erbschaft bei 400.000 Euro angesetzt. Für geschicktes Vererben und Schenken sei eine Beratung beim Notar und beim Steuerberater sinnvoll. Für die Abwicklung notarieller Beurkundungen wies Notar Straßer darauf hin, dass es Gebührentabellen gebe, nach denen die Abrechnung erfolge.

Es gebe also bei den Notariaten keine unterschiedlichen Abrechnungsmodalitäten. Für die Bearbeitung von Vorsorgevollmachten und Testamenten erörterte der Notar, dass diese eben von einem Sachkundigen und Unparteiischen besser qualifiziert beraten würden: „Oft sehe ich dem Ratsuchenden an, dass die Fragen noch nicht vollständig geklärt sind.“ Entscheidend sei der Wille derer, die eine Beurkundung vornehmen lassen wollen. Die meisten Notariate, so Straßer, würden eine Erstberatung kostenlos anbieten. Erst wenn es darum geht, Beurkundungen vorzubereiten und vorzunehmen, werden Gebühren fällig. Dies sollte in jedem Fall im Voraus mit dem Ratsuchenden besprochen werden.

Einige Teilnehmer stellten ganz konkrete Fragen in Richtung richtiger Aufteilung des Betriebsvermögens bei einer Hofübergabe, Pflichtteilermittlung und auch Enterbung.

Die Notariate seien in Bezirke aufgeteilt. Ein Ratsuchender kann sich aber an einen Notar auch ausserhalb dessen Bezirk wenden und bei diesem Beurkundungen vornehmen lassen. Hingegen darf ein Notar nicht von sich aus in fremden Bezirken tätig werden.

Die Teilnehmer erlebten einen anspruchsvollen aber informativen Abend, so der Moderator der Beinberger Gespräche, Thomas Schwehr und lud zum nächsten Beinberger Gespräch am Samstag, 29. Juli, ein.  

Rückblick auf das XXII. Beinberger Gespräch

am Sonntag den 11. September 2016 mit Erzbischof Nikola Eterovi´c, Apostolischer Nuntius in der Bundesrepublik Deutschland.

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vlnr Thomas Schwehr(Moderator), Nuntius Dr. Nikola Eterovic und Pfarrer Michael Menzinger
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Pfarrer Michael Menzinger und Nuntius Dr. Nikola Eterovic besichtigen die Walfahrtskirche
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Heilige Messe in der Wallfahrtskirche Maria Beinberg
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Heilige Messe in der Wallfahrtskirche Maria Beinberg
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Heilige Messe in der Wallfahrtskirche Maria Beinberg
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Heilige Messe in der Wallfahrtskirche Maria Beinberg
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Heilige Messe in der Wallfahrtskirche Maria Beinberg
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Nuntius Dr. Nikola Eterovic bei seinem Vortrag im Rahmen der "Beinberger Gespräche"

Bildquelle "PG Aresing-Weilach/Isemann"

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